Zum 100. Geburtstag von Hans Günter Winkler hat die Stadt Warendorf heute die Ausstellung „Im Sattel der Geschichte – Hans Günter Winkler zum 100. Geburtstag“ eröffnet. Der Gedenktag begann am frühen Nachmittag am Grab des Ehrenbürgers auf dem Städtischen Friedhof an der Breiten Straße.
Zu den Klängen von BFF Brass versammelten sich dort Mitglieder des Fördervereins HGW, Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Warendorf, Repräsentanten von Pferdesport Deutschland sowie weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Worte des Gedenkens sprachen Reinhard Wendt für den Förderverein und Pastor Herwig Behring. Bei der anschließenden Kranzniederlegung gedachten Bürgermeister Peter Horstmann, Dr. Dennis Peiler (Vorstandsvorsitzender Pferdesport Deutschland) und Tanja Traupe (Vorsitzende der Stiftung Deutscher Pferdesport) des Ausnahmesportlers.
Am Nachmittag setzte sich das Programm im Historischen Rathaus fort. Im voll besetzten Historischen Ratssaal begrüßte Mitkurator Reinhard Wendt zahlreiche Gäste zur Ausstellungseröffnung, darunter Jytte Winkler, Tochter des 2018 verstorbenen Ehrenbürgers, die Nachkommen des Züchters der Stute Halla sowie weitere Weggefährten Winklers. Ein besonderer Gruß galt der jüngsten Besucherin: Die siebenjährige Emely Kiele hatte sich in einem Brief an Bürgermeister Peter Horstmann gewandt und angeregt, für die Pokale und Medaillen Hans Günter Winklers ein Museum in Warendorf einzurichten. Ein erster Schritt sei mit dieser Ausstellung getan, so Wendt – eine dauerhafte Präsentation der Memorabilia in den Räumen des DOKR sei zudem zum Greifen nah. Die Initiative für die Ausstellung sei nicht aus der Reiterei, sondern direkt vom Bürgermeister ausgegangen. Ausdrücklich dankte Wendt auch dem städtischen Kurator und Museologen Alfred Smieszchala, der für die konzeptionelle und gestalterische Umsetzung verantwortlich zeichnet.
Diesem Dank schloss sich Bürgermeister Peter Horstmann an. An Hans Günter Winkler zu erinnern bedeute, die Geschichte einer Jahrhundertfigur des deutschen Sports nachzuerzählen: die Geschichte eines Mannes, der als einfacher Stalljunge begann, den Turniersport für sich entdeckte und von dort aus eine beispiellose Karriere startete – mit seiner Wunderstute Halla von Sieg zu Sieg, bis er schließlich als einer der erfolgreichsten Olympioniken aller Zeiten in die Hall of Fame des deutschen Sports einritt.
Horstmann erinnerte an ein Video des legendären Ritts von Stockholm, das vor gut einem Monat auf den Instagram- und Facebook-Kanälen der Stadt Warendorf veröffentlicht wurde und inzwischen anderthalb Millionen Klicks verzeichnet. In den rund 1.200 Kommentaren teilen Menschen aller Generationen, was dieser Ritt bis heute in ihnen auslöst – von Gänsehaut bis zu Tränen in den Augen.
Tanja Traupe betonte in ihrem Grußwort, es gehe nicht allein um den Rückblick: Im Sinne Winklers müssten stets auch die nachfolgenden Generationen junger Reiterinnen und Reiter im Blick bleiben.
Gezeigt werden knapp 100 Fotografien, Dokumente, Pokale, Erinnerungsstücke und persönliche Exponate aus dem Nachlass. Historische Filmaufnahmen und Presseberichte ergänzen die Präsentation und zeichnen ein facettenreiches Bild eines Sportlers, der Generationen geprägt hat.
Die Ausstellung im Überblick
Im Sattel der Geschichte – Hans Günter Winkler zum 100. Geburtstag
Stadtmuseum Historisches Rathaus Warendorf
Markt 1, 48231 Warendorf
24. Juli bis 6. September 2026
Dienstag bis Freitag 15 bis 17 Uhr · Samstag und Sonntag 14 bis 17 Uhr
Eintritt frei.

