Luftaufnahme der Warendorfer Altstadt

Sporthalle Von-Ketteler-Straße wird saniert


Der Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Warendorf hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 17. September, einstimmig dem Baubeschluss zur Sanierung der Sporthalle der Gesamtschule II an der Von-Ketteler-Straße 36 zugestimmt. Damit kann die umfassende energetische Ertüchtigung der 1975 errichteten Zweifeldsporthalle weiter vorbereitet werden.

Die Sanierung umfasst zunächst die Außenhülle und die technische Gebäudeausstattung. Unter anderem sollen die vorhandenen Verglasungen durch moderne Isolierverglasungen ersetzt und die Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen werden. Auch das Flachdach wird vollständig erneuert und energetisch verbessert. Der vorhandene Sportboden wird durch einen gedämmten Sportboden in Sandwichbauweise ersetzt.

Darüber hinaus ist eine umfassende Modernisierung der technischen Anlagen vorgesehen. Die Beleuchtung wird auf LED-Technik umgestellt und mit tageslichtabhängigen Präsenzmeldern ausgestattet. Eine neue zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung soll künftig für eine bedarfsgerechte Frischluftversorgung sorgen. Auch die Warmwasserversorgung wird energetisch optimiert. Perspektivisch soll die Halle an das Wärmenetz der Stadtwerke Warendorf angeschlossen werden. Der Anschluss ist nach derzeitiger Planung für das Jahr 2028 vorgesehen.

Beschlossen wurden außerdem weitere Maßnahmen. Dazu gehören insbesondere die Neustrukturierung und Sanierung der Sanitäranlagen und Umkleiden, die Überarbeitung der Tribünenanlage sowie die Erneuerung von Trennvorhängen und Geräteraumtoren. 

Für die energetische Sanierung erhält die Stadt Warendorf eine Förderung aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021–2027 für energieeffiziente öffentliche Gebäude. Die Förderquote beträgt 80 Prozent; bewilligt wurden gut drei Millionen Euro. Insgesamt sind für die kompletten Maßnahme Investitionen in Höhe von rund fünf Millionen Euro vorgesehen. Auf die Stadt Warendorf entfällt davon nach Abzug der Förderung ein Anteil von knapp zwei Millionen Euro, der aus den Mitteln des Sondervermögen des Bundes bezahlt werden soll..

Die Sporthalle wird nicht nur für den Schulsport genutzt, sondern steht auch zahlreichen Vereinen und weiteren Nutzergruppen zur Verfügung. Aufgrund der hohen Auslastung der Halle ist während der Bauarbeiten mit erheblichen Einschränkungen und zeitweise auch mit längeren Schließungszeiten zu rechnen. Die konkreten Bauabschnitte und der zeitliche Ablauf werden im weiteren Planungsverlauf mit den Nutzerinnen und Nutzern abgestimmt. Nach derzeitiger Einschätzung ist für die eigentliche Bauphase eine aktive Bauzeit von rund 20 Monaten vorgesehen.