Zum Abschluss der Ausstellung „Im Sattel der Geschichte“ zeigen Stadt Warendorf und Förderverein HGW im historischen Ratssaal die Dokumentation „Hans Günter Winkler – Reiten für Deutschland“. Der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung „Im Sattel der Geschichte“ ist am Sonntag, 6. September, ein letztes Mal geöffnet. Von 15 bis 17 Uhr haben Besucherinnen und Besucher noch einmal Gelegenheit, sich im Historischen Rathaus über das Leben und die sportliche Laufbahn des erfolgreichen Springreiters zu informieren. Zum Abschluss laden die Stadt Warendorf und der Förderverein HGW um 16 Uhr zu einer besonderen Filmvorführung im Historischen Ratssaal ein. Die Dokumentation „Hans Günter Winkler – Reiten für Deutschland“. Der Film zeichnet Winklers außergewöhnliche Karriere nach und stellt seinen legendären Olympiasieg 1956 in Stockholm in den Mittelpunkt.
Zwischen 1956 und 1976 nahm Hans Günter Winkler an sechs Olympischen Spielen teil. Mit fünf Goldmedaillen, einer Silber- und einer Bronzemedaille ist er bis heute der erfolgreichste Springreiter der olympischen Geschichte. Zudem wurde er zweimal Weltmeister, einmal Europameister und fünfmal Deutscher Meister. 1955 und 1956 wählten ihn die deutschen Sportjournalisten zum Sportler des Jahres.
Unvergessen bleibt sein Ritt bei den Olympischen Reiterspielen 1956 in Stockholm. Am letzten Hindernis des ersten Umlaufs zog sich Winkler eine schwere Verletzung in der Leistengegend zu. Dennoch trat er im zweiten Umlauf erneut an. Nahezu ohne Hilfen ihres verletzten Reiters absolvierte Halla den Parcours fehlerfrei. Winkler und seine Stute gewannen Gold mit der deutschen Mannschaft und in der Einzelwertung.
Mit Halla gewann Winkler 1960 in Rom noch einmal olympisches Mannschaftsgold. Auch danach setzte er seine außergewöhnliche Laufbahn mit anderen Pferden fort: Weitere Medaillen folgten bei den Olympischen Spielen in Tokio, Mexiko-Stadt, München und Montreal. 1986 beendete er seine aktive Turnierkarriere mit einer Ehrenrunde in Aachen. Anschließend blieb er dem Pferdesport als Ausbilder, Turnierorganisator und Förderer des reiterlichen Nachwuchses verbunden.
Die Dokumentation verbindet historisches Archivmaterial mit den Erinnerungen von Menschen, die Winkler sportlich und privat begleitet haben. Zu Wort kommen unter anderem die Springreiter Raimondo D’Inzeo und Nelson Pessoa sowie Winklers erste Ehefrau Inge Fellgiebel, seine spätere Frau Debby und seine frühere Reiterkameradin Inge Zimmer. So entsteht ein Porträt, das neben den sportlichen Erfolgen auch persönliche Seiten Hans Günter Winklers zeigt.
Die Produktion entstand 2005 im Auftrag des WDR (LICHTFILM Wolfgang Bergmann).
Letzter Öffnungstag der Ausstellung „Im Sattel der Geschichte“:
Sonntag, 6. September, 15:00–17:00 Uhr
ab 16:00 Uhr Filmvorführung: „Hans Günter Winkler – Reiten für Deutschland“ (Dokumentation, WDR/LICHTFILM, 2005)
Ort: Historischer Ratssaal, Warendorf
Veranstalter: Stadt Warendorf und Förderverein HGW
Eintritt frei

