Auf dem Brinkhausgelände in Warendorf ist heute Richtfest gefeiert worden: Das „Camp Brinkhaus“ nimmt Gestalt an. 100 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 14 Jahren haben in den vergangenen Tagen in zwei Gruppen Hand angelegt und ihren eigenen Erlebnis- und Begegnungsort geplant und gebaut. Beim Richtfest kamen Kinder, Eltern, das Team von Mindful Jugendhilfe sowie Unterstützerinnen und Unterstützer zusammen.
In jeweils zwei Gruppen an zwei Tagen konnten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sägen, hämmern, schrauben, planen, diskutieren und ausprobieren. Dabei waren sie nicht nur Helferinnen und Helfer, sondern selbst Planerinnen und Planer, Handwerkerinnen und Handwerker – und natürlich auch die ersten Tester des entstandenen Camps.
„Es ist unglaublich, was hier entstanden ist und was die Kinder und Jugendlichen selbst geschaffen haben, so geht Bau-Turbo“, sagte Bürgermeister Peter Horstmann beim Richtfest. „Hier geht es um viel mehr als um Hütten, Wippen und Rutschen. Es geht darum, etwas selbst zu können, eigene Ideen einzubringen und zu erleben: Wenn wir zusammenarbeiten, können wir gemeinsam etwas schaffen, das einer alleine nicht geschafft hätte.“
Möglich geworden ist das Projekt durch das große Engagement zahlreicher Beteiligter. Unterstützer sind
- Oertker Bau,
- Johannes Kortenbreer,
- Malermeister Witte,
- WHG Ahmerkamp,
- Amsbeck,
- Sparkasse Münsterland-Ost (als finanzieller Unterstützer)
außerdem die Freiwillige Feuerwehr Warendorf, die unter anderem alte Wasserschläuche, Bänke, einen Pavillon und einen Stapler zur Verfügung gestellt hat.

Auch die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Warendorf und Mindful Jugendhilfe hat wesentlich zum Gelingen beigetragen. Hochbau, Feuerwehr, Bauhof und Wirtschaftsförderung haben gemeinsam mit dem Team von Mindful unkompliziert Lösungen gefunden und das Projekt unterstützt. „Es wurde einfach gemacht“, bringt Bürgermeister Horstmann die Zusammenarbeit beim Dank an alle Beteiligten auf den Punkt. Das Projekt zeigt zugleich, wie spielerisch Interesse an handwerklichen Berufen geweckt werden kann. Die Kinder erleben unmittelbar, wie aus einer Idee durch Planung, handwerkliches Können und Teamarbeit etwas Eigenes entsteht. „Wenn euch einer sagt `das geht nicht`, dann klappt es vielleicht gerade dann,“ ergänzt Mindful Geschäftsführer Oliver Bokelmann und richtet seinen Dank an alle Beteiligten - aber vor allem an die Kinder.
Mit dem Richtfest endet das Projekt nicht. An den kommenden beiden Wochenenden, am 29. und 30. August sowie am 5. und 6. September, ist das Camp jeweils von 11 bis 17 Uhr für alle interessierten Kinder geöffnet. Im Mittelpunkt steht die Nutzung der neu entstandenen Spielgeräte. Gleichzeitig können die Kinder auch selbst weiter am Camp arbeiten und einzelne Geräte weiterbauen oder gestalten. Dafür wird die „Bauzone“ geöffnet – eine kleine Hütte, in der Baumaterialien und Werkzeug aufbewahrt werden.
In den kommenden Wochen werden Stadt und Mindful außerdem gemeinsam beraten, ob und wie eine weitere Nutzung des Camps ermöglicht werden kann.


