Die Stadt Warendorf ist ab sofort Teil der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e. V. (AGFS NRW). Als 123. Mitglied erhielt Warendorf heute die offizielle Urkunde – überreicht von Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, und Karola Voß, Mitglied des AGFS-Präsidiums und Bürgermeisterin der Stadt Ahaus, sowie Christine Fuchs, geschäftsführende Vorständin der AGFS NRW. Bürgermeister Peter Horstmann nahm die Auszeichnung im Namen der Stadt entgegen.
„Warendorf stärkt den Rad- und Fußverkehr im Alltag. Sichere und attraktive Wege beleben die Straßen und Plätze in der Stadt und motivieren die Menschen, aufs Rad zu steigen oder zu Fuß zu gehen", betont Minister Oliver Krischer bei der Überreichung der Urkunde.
Bei der Hauptbereisung am 23. April 2026 überzeugte die Stadt Warendorf die Auswahlkommission mit einem engagierten Verwaltungsteam, das eng mit verschiedenen Akteur:innen zusammenarbeitet. Besonders positiv bewertet wurde das gesamtstädtische Mobilitätskonzept, das den Fahrplan zur Stärkung des Fuß- und Radverkehr sichert. Mit dem Verkehrsversuch auf dem Stiftsmarkt zeigt die Kommune, dass sie auch neue Wege geht, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und die Mobilitätswende voranzutreiben.
„Warendorf verankert Nahmobilität durch bürgernahe Öffentlichkeitsarbeit positiv im Alltag der Menschen. Eine gute Infrastruktur ist eine aktive Einladung an alle mit dem Fahrrad zu fahren. Warendorf ist insofern nicht nur eine tolle Stadt, sondern auch ein tolles Bespiel für andere“, erläuterte Christine Fuchs, geschäftsführende Vorständin der AGFS NRW bei der Aufnahme Warendorfs als 123. Mitglieder der AGFS.
Bürgermeister Peter Horstmann nimmt die Auszeichnung als Ansporn, den Fuß- und Radverkehr weiter zu stärken. „Die Mitgliedschaft in der AGFS NRW sehen wir als Anerkennung unseres Engagements für die Nahmobilität. Sie bestätigt uns in unserem Weg zu einer Stadt mit kurzen Wegen, sicherer Mobilität und hoher Lebensqualität. Die Bürgerinnen und Bürger setzen schon jetzt stark auf das Fahrrad. Das soll in Zukunft noch verstärkt werden. Wir freuen uns auf den Austausch mit den anderen Mitgliedern, um dieses Ziel gemeinsam weiterzuentwickeln und auf die Chancen, die uns die AGFS gibt.“ Gleichzeitig appelierte er an den Minister die desaströse Finanzausstattung der Kommunen auch im Bereich Nahmobilität zu verbessern. "Selbst bei einer 90prozentigen Förderung muss eine Kommune inzwischen gut überlegen, welche Projekte noch möglich sind", so Horstmann weiter.
Mitglieder der AGFS NRW profitieren unter anderem von besonderen Fördermitteln des Landes, Fachinformationen, Kampagnen und dem intensiven Austausch mit anderen Kommunen. Die Mitgliedschaft gilt zunächst für sieben Jahre, danach erfolgt eine Neubewertung.
Die AGFS NRW
Die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V. (AGFS NRW) setzt sich seit 1993 für die Förderung aktiver Mobilität ein. Die Basis dafür bildet eine sichere, durchgängige und komfortable Infrastruktur für den Fuß- und Radverkehr. Bei deren Umsetzung unterstützt der kommunale Verein seine Mitglieder mit Fachinformationen, Beratungsangeboten, Kampagnen sowie Aktionen und bietet ihnen die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Als Sprachrohr vertritt die AGFS NRW die Interessen ihrer Mitglieder gegenüber der Landes- und Bundespolitik und steht zudem im intensiven Austausch mit Akteur:innen der Wirtschaft, der Wissenschaft und anderer Verbände.

