Luftaufnahme der Warendorfer Altstadt
© Stadt Warendorf

Bürgerforum zum Stiftsmarkt Freckenhorst


Wie kann der Stiftsmarkt künftig aussehen und welche Funktionen soll der zentrale Platz im Herzen Freckenhorsts übernehmen? Mit diesen Fragen hat sich die Stadt Warendorf bei einem Bürgerforum am Donnerstagabend im Haus der Vereine beschäftigt. Rund drei Dutzend Bürgerinnen und Bürger informierten sich über den aktuellen Planungsstand und diskutierten die drei bislang erarbeiteten Entwurfsvarianten. 

„Der Stiftsmarkt ist ein zentraler Ort für Freckenhorst. Deshalb ist es uns wichtig, die Menschen vor Ort frühzeitig in die Überlegungen einzubeziehen und ihre Ideen aufzunehmen“, sagt Tobias Schwienhorst aus der Stadtplanung. „Die jetzt vorgestellten Entwürfe sind ausdrücklich noch keine fertige Planung. Vielmehr wollen wir gemeinsam herausarbeiten, welche Elemente für die Zukunft des Stiftsmarkts sinnvoll sind.“ 

Insgesamt drei Varianten wurden vom beauftragten Ingenieurbüro Heidt+Peters gemeinsam mit GTL Landschaftsarchitektur und dem Amt Stadtplanung der Stadt Warendorf vorgestellt. Ziel aller Varianten ist es, den Stiftsmarkt stärker als Ort der Begegnung und des Aufenthalts zu gestalten und gleichzeitig die Voraussetzungen für die traditionellen Veranstaltungen in Freckenhorst, wie Schützenfest, Krüßing, Freckenhorster Herbst und Weihnachtsmarkt, zu erhalten. 

Vorgesehen sind unter anderem neue Aufenthaltsbereiche, Möblierung, Fahrradbügel, eine angepasste Beleuchtung sowie Bäume und Beete. Eine besondere Rolle spielen mögliche Angebote für Spiel und Freizeit. In den Varianten finden sich außerdem ein Petanque-Feld sowie skulpturale Elemente in Form von „Pielepoggen“, die über QR-Codes Informationen zur Geschichte Freckenhorsts vermitteln könnten. 

Auch die Gestaltung des Verkehrsraums ist Bestandteil der Planungen. Alle drei Varianten gehen davon aus, dass der Stiftsmarkt künftig nicht mehr als durchgängige Fahrverbindung für den motorisierten Verkehr genutzt wird. 

Nach der Vorstellung der Entwürfe diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in kleineren Themengruppen. Dabei ging es unter anderem um Aufenthaltsqualität, Mobilität sowie Spiel- und Freizeitangebote. Dabei wurde deutlich: Keine der drei Varianten soll unverändert umgesetzt werden. Vielmehr können einzelne Elemente miteinander kombiniert werden. Aus den Rückmeldungen des Bürgerforums soll nun eine Vorzugsvariante entwickelt werden. „Wir haben heute viele konkrete Hinweise bekommen. Genau dafür ist ein solches Beteiligungsformat wichtig“, fasste Franziska Morcom vom Ingenieurbüro Heidt+Peters den Abend zusammen. 

Die weitere Planung soll nun auf Grundlage der Anregungen aus dem Bürgerforum konkretisiert werden. Im ersten Quartal 2027 soll die daraus entwickelte Vorzugsvariante Grundlage für die weitere Beratung in den politischen Gremien der Stadt Warendorf sein. 

Die Planung ist eine wichtige Voraussetzung, um im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) für Freckenhorst mögliche Fördermittel des Landes beantragen zu können. Erst mit einer weiter ausgearbeiteten Planung lassen sich die voraussichtlichen Kosten und damit die mögliche Förderung ermitteln.