Luftaufnahme der Warendorfer Altstadt

Jahrestag zum Ende des Zweiten Weltkriegs


Im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung wollen das Bündnis „Warendorf zeigt klare Kante“ und die Stadt Warendorf an diesem Freitag, 8. Mai, an die legendäre Rede von Richard von Weizsäcker erinnern, die der damalige Bundespräsident aus Anlass des 40. Jahrestag des Kriegsendes im Bundestag gehalten hat. Dazu öffnen sich am Freitag um 17 Uhr die Türen des Rathauses, wo im Foyer eine Aufzeichnung der Rede vom 8. Mai 1985 auf einem Bildschirm gezeigt wird.

Die „Klare Kante“ freut sich, dass der Bürgermeister der Stadt Warendorf, Peter Horstmann, der Bitte der Initiative entsprochen hat, das Rathausfoyer für diese Präsentation zu öffnen. Aus Sicht des Bündnisses ist die Rede des früheren prominenten CDU-Politikers beispielgebend für einen sensiblen Umgang mit der Aufbereitung der Zeit des Nationalsozialismus. Die Kernbotschaft, dass das Kriegsende und der Sieg über NS-Deutschland nicht als Niederlage, sondern als Befreiung empfunden werden sollte, aber auch die Ausführungen von Weizsäckers über Schuld und Verantwortung sowie über Ursachen von Vertreibung und Migration hätten auch 41 Jahre nach dieser Rede große Aktualität heißt es in einer Presseerklärung des Bündnisses.

Der Wunsch der Initiatoren sei es, mit den Besucherinnen und Besuchern der Veranstaltung nicht nur gemeinsam die Rede auf sich wirken zu lassen, sondern sich anschließend auch über deren Bedeutung für aktuelle  Tendenzen in der politischen Landschaft Deutschlands auszutauschen.