Im Rahmen der angestrebten Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS) hat jetzt die Hauptbereisung der Kommission stattgefunden. Bei der Bereisung durch die Kommission wurden zahlreiche geplante und bereits umgesetzte Infrastrukturprojekte in der Stadt mit dem Rad angesteuert. Am Ende entschied sich die 15-köpfige Kommission aus u.a. NRW-Verkehrsministerium, StraßenNRW, Fuß e.V. und ADFC-Landesverband einstimmig für die Aufnahme Warendorfs in die AGFS.
„Der heutige Kommissionsbesuch ist für die Stadt Warendorf ein echter Meilenstein auf unserem Weg zu einer noch nahmobilitätsfreundlicheren und lebenswerteren Stadt“, betonte Bürgermeister Peter Horstmann in seiner Begrüßung. Die Förderung der Nahmobilität habe für Warendorf einen hohen Stellenwert. Ziel sei es, dass sich die Menschen sicher, komfortabel und gerne ohne Auto fortbewegen können – sei es zu Fuß, mit dem Fahrrad oder anderen nicht-motorisierten Verkehrsmitteln.
Die Stadt verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz: Aspekte der Nahmobilität werden in unterschiedlichen Planungsbereichen konsequent mitgedacht, etwa bei der Gestaltung von Bushaltestellen sowie in der Quartiers- und Siedlungsentwicklung.
In den vergangenen Jahren hat Warendorf bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen Investitionen in die Infrastruktur wie neue Radwege, Fahrradstraßen und die Umgestaltung der Fußgängerzone. Auch die Öffentlichkeitsarbeit wurde intensiviert, beispielsweise durch die Teilnahme an der Europäischen Mobilitätswoche sowie an der Kampagne „Stadtradeln“. Ein besonderes Anliegen ist der Stadt zudem die aktive Beteiligung der Bürgerschaft, etwa im Rahmen der Erarbeitung des städtischen Mobilitätskonzepts.
Mit der AGFS-Mitgliedschaft verfolgt Warendorf das Ziel, den Anteil des nicht-motorisierten Verkehrs deutlich zu steigern. Langfristig sollen rund 60 Prozent aller Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Gleichzeitig verspricht sich die Stadt Vorteile wie einen verbesserten Zugang zu Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen, einen intensiven Wissenstransfer innerhalb des Netzwerks sowie Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit.
Die AGFS-Kommission lobte nach der Bereisung vor allem den Einsatz Warendorfs für Fuß- und Radverkehr, z.B. die neu geschaffenen Verbindungen nach Freckenhorst und Müssingen und auch die Pläne für die Weiterführung der bestehenden Fahrradstraße.
Die AGFS vereint derzeit über 120 Kommunen in Nordrhein-Westfalen und setzt sich für die Förderung der Nahmobilität sowie für eine höhere Aufenthaltsqualität in Städten und Gemeinden ein. Warendorf möchte Teil dieses starken Netzwerks werden und damit seine ambitionierten Ziele im Bereich nachhaltiger Mobilität weiter vorantreiben.

