Luftaufnahme der Warendorfer Altstadt

Abschluss der Reihe Sprechen & Zuhören


Zum dritten und vorerst letzten Mal fand am 18. April das von Mehr Demokratie e.V. entwickelte Dialogformat Sprechen & Zuhören in Warendorf statt. Die Fragestellung widmete sich diesmal der Haushaltssituation der Stadt Warendorf.  Insgesamt 16 Teilnehmende folgten der gemeinsamen Einladung der Volkshochschule Warendorf und der Stadt Warendorf zum Austausch über die Fragestellung „Was ist morgen noch möglich? Wie geht es mir mit der städtischen Verschuldung?“. 

Wie bei den zurückliegenden Dialogen zu den Themen Einsamkeit und Generationengerechtigkeit bot sich beim Austausch zum städtischen Haushalt erneut die Gelegenheit, auf ganz andere Weise miteinander ins Gespräch zu kommen – nämlich, indem man einander intensiv zuhört. Auch bei der Ausgabe am 18. April zeigten sich die Teilnehmenden im Anschluss an das Format positiv gestimmt. Zufrieden, voller Tatendrang und inspiriert waren einige der Gefühle, die in der von Sabra Khatal (Stadt Warendorf) und Corinna Wermke (Mehr Demokratie e.V.) moderierten Abschlussrunde mit den Teilnehmenden geteilt wurden.

Neben dem wechselseitigen Zuhören zu den zukünftigen Gestaltungsmöglichkeiten der Stadt Warendorf bot sich den Teilnehmenden zum Abschluss der Veranstaltung die Gelegenheit, Sparvorschläge, aber auch Lob und Kritik zur Haushaltssituation an die Stadtverwaltung zu richten. Zahlreiche Teilnehmende nutzten diese Gelegenheit und regten unter anderem an, dass die Verwaltung die vielerorts spürbare Bereitschaft der Menschen, eigenverantwortlich für das Gemeinwohl aktiv zu werden, durchaus besser nutzen könne. Bürgermeister Peter Horstmann, der neben der Leiterin der VHS, Dr. Mareike Beer ebenfalls an dem Format teilnahm, nahm die Anregungen mit großem Interesse entgegen und betonte die Bedeutung, im Dialog miteinander auszuhandeln, wie die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger möglichst Hand in Hand zusammenarbeiten können. 

Genau hier setzt das Dialogformat Sprechen & Zuhören an, indem es neue Wege erprobt, wie der Austausch mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern auf innovative und unkonventionelle Weise gelingen kann. Die Erfahrungen mit den zurückliegenden Formaten bieten VHS und Stadt nun wertvolle Erkenntnisse für das gemeinsame Bestreben, bisher kaum erreichte Zielgruppen stärker an Beteiligungsprozesse heranzuführen. Zwar wird das Format Sprechen & Zuhören auch aufgrund der fehlenden Finanzierung zunächst nicht fortgesetzt, eine Verstetigung auf ehrenamtlicher Basis bleibt jedoch möglich. VHS und Stadt laden interessierte Personen ein, das Format mit eigenverantwortlich fortzuführen und den Prozess anfangs unterstützend zu begleiten. Interessierte können sich für eine unverbindliche Beratung gerne an Sabra Khatal (Stadt Warendorf) oder Dr. Mareike Beer (VHS) wenden.

Teilnehmer der Veranstaltung im Austausch


Wer dem Format ohne Verpflichtung treu bleiben möchte, kann zudem regelmäßig bequem von Zuhause aus digital an den öffentlichen Veranstaltungen von Mehr Demokratie e.V. teilnehmen.