Die kaschubische Volkskultur und die kaschubische Bewegung. Vortrag von Dr. Roland Borchers (Osteuropahistoriker, Berlin)

Ausstellung

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Die kaschubische Volkskultur und die kaschubische Bewegung. Vortrag von Dr. Roland Borchers (Osteuropahistoriker, Berlin)

Die Kaschubei umfasst das nördliche Westpreußen und den Rand Hinterpommerns. Definiert wird die Kulturregion über den Lebensraum der Kaschuben, die eine eigene Sprache sprechen. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entstand eine kaschubische Bewegung, die ein Bewusstsein für die ethnische Eigenständigkeit und die eigene Kultur herauszubilden versuchte – in nationaler Symbiose mit den Polen und in Abgrenzung zu den Deutschen. Seit der Wende 1989/90 ist das Kaschubische in der Region omnipräsent und zentraler Bestandteil des regionalen Marketings. Die Sprache ist staatlich anerkannt und wird gefördert, es gibt zweisprachige Ortsschilder und Schulunterricht. Gleichzeitig verliert die Sprache im Alltag immer mehr an Bedeutung.
Der Vortrag führt umfassend in Kultur und Geschichte der Kaschuben ein.
Dr. Roland Borchers ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin.

Organisator

Westpreußisches Landesmuseum

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