Die Wanderausstellung mit dem Titel #StolenMemory der Arolsen Archives ist heute auf dem Bahnhofsvorplatz offiziell eröffnet worden. Das Bündnis „Warendorf zeigt klare Kante“ und die Stadt Warendorf laden alle Bürgerinnen und Bürger zum Besuch der Ausstellung ein. Der Ausstellungscontainer ist ab sofort bis zum 31. März täglich von 9 bis 19 Uhr zu besichtigen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen „gestohlene Erinnerungen“, persönliche Gegenstände aus dem letzten Besitz von Opfern des Nationalsozialismus, sogenannte „Effekten“. Sie wurden Häftlingen bei ihrer Ankunft in Konzentrationslagern oder in Zwangsarbeiterlagern von den Nationalsozialisten abgenommen – Eheringe, Uhren, Füller oder Brieftaschen mit Fotos.
#StolenMemory ist eine Kampagne der Arolsen Archives zur Rückgabe dieser persönlichen Gegenstände an die Nachfahren der NS-Opfer. Das vor einem Jahr gegründete Bündnis „Warendorf zeigt klare Kante“, das sich für Demokratie, Menschenrechte und eine vielfältige Gesellschaft einsetzt, die Arolsen Archives und die Stadt Warendorf hoffen, mit dieser Ausstellung viele Menschen, insbesondere aber auch Schülerinnen und Schüler aus Warendorf und dem Umkreis zu erreichen.

Zur Einführung haben Ralf Strangfeld, Sprecher des Bündnisses „Warendorf zeigt klare Kante“, Bürgermeister Peter Horstmann, Charlotte Meiwes von den Arolsen Archives und der Historiker Dr. Marcus Weidner vom LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte in die Thematik engeführt.
"Dass wir heute hier zusammenkommen, verdeutlicht unseren gemeinsamen Willen, Erinnerung lebendig zu halten und all denen unsere Aufmerksamkeit zu schenken, die der dunkelsten Stunde unserer deutschen Geschichte schutzlos ausgeliefert waren," betonte Bürgermeister Horstmann bei der Eröffnung und dankte den Arolsen Archives ebenso wie dem Bündnis "Warendorf zeigt klare Kante" für die Arbeit.
Seit August 2020 reist die Ausstellung durch Deutschland und das benachbarte Ausland.

