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Einzelhandel

Das kommunale Einzelhandels- und Zentrenkonzept (EHK) der Stadt Warendorf

Münsterstraße
Münsterstraße

Das kommunale Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Warendorf ist ein mittel- bis langfristiges Instrument zur Steuerung der Einzelhandelsstruktur im gesamten Stadtgebiet. Es beinhaltet eine Strukturanalyse über die gesamtstädtische Einzelhandelssituation sowie die daraus resultierenden Empfehlungen und Zielvorstellungen für die weitere Entwicklung. Es beschäftigt sich sowohl mit der Sicherung der Nahversorgung als auch mit der Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel vor dem Hintergrund der Stärkung der Versorgungszentren in den Ortsteilen.

Das Planungsbüro Junker und Kruse aus Dortmund hat 2007 das Einzelhandels- und Zentrenkonzept für die Stadt Warendorf erarbeitet.

Inhalt des kommunalen Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes (EHK) der Stadt Warendorf

Einzelhandel in Warendorf
Einzelhandel in Warendorf

Die dem Konzept zugrunde liegende gesamtstädtische Strukturanalyse über die Angebots –und Nachfragesituation beschreibt die durchschnittlichen Verkaufsflächengröße, die einwohnerbezogene Verkaufsflächenausstattung,  die Leerstandsquote, die Warengruppen des kurz-, mittel- und langfristigen Bedarfes und wertet sie aus. Ein weiterer Bestandteil ist die Darstellung der räumlichen Verteilung der Einzelhandelsbetriebe hinsichtlich ihrer städtebaulichen Integration in zentrale Lage im Sinne der §§ 2 (2) und 34 (3) BauGB sowie §11 (3) BauNVO (Hauptgeschäftsbereich, Stadtteilzentrum, Nahversorgungszentrum), in städtebaulich integrierte Lage (umliegende Wohnsiedlungsbereiche unmittelbar zugeordnete Standorte) und städtebaulich nicht integrierte Lage (Gewerbe- und Industriegebiete, Standorte im Außenbereich).

Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass die Stadt Warendorf eine überdurchschnittliche Verkaufsfläche pro Betrieb, eine über dem Bundesdurchschnitt liegende einwohnerbezogene Verkaufsflächenausstattung sowie eine geringe Leerstandsquote aufweist. Als besonderes Qualitätsmerkmal besitzt die Stadt eine ausgewogene Angebotsmischung großer Magnetbetriebe, einen hohen Anteil individueller und inhabergeführter Fachgeschäfte und damit ein attraktives und konkurrenzfähiges Angebotsspektrum ohne relevante Angebotsdefizite.

In Warendorf sind 355 Betriebe mit einer Gesamtverkaufsfläche von rd. 95.710 m² ansässig. Der Umsatz für alle Warengruppen betrug für das Jahr 2007 rund 209,4 Mio. Euro. Die Warendorfer Bevölkerung verfügt über ein im Bundesdurchschnitt liegendes Kaufkraftniveau, welches von einer hohen Bindungskraft (75%) zeugt und ein Kaufkraftpotential von 182,6 Mio. Euro aufweist. Ein Kaufkraftabfluss besteht vor allem in den Warengruppen des mittel- bis langfristigen Bedarfes mit einer deutlichen räumlichen Einkaufsorientierung zum Oberzentrum Münster.

Hervorgehoben wird, dass „hinsichtlich seines städtebaulichen Profils (..) sich der Warendorfer Hauptgeschäftsbereich als kompakte, gut strukturierte und klar ablesbare Einheit (präsentiert), die gut in das städtebauliche Ensemble der historischen Altstadt eingebettet ist. Die kleinteilige Bebauungsstruktur und das historisch geprägte Ambiente erzeugen im Zusammenspiel mit dem gepflegten öffentlichen Raum eine hohe Aufenthaltsqualität und attraktive Einkaufsatmosphäre mit „Altstadt-Flair“. Insbesondere die maßvollen Außenwerbeanlagen und die gepflegten Fassaden passen sich dem historischen Ambiente in hohem Maße an und unterstreichen eine insgesamt positive Außendarstellung des Einzelhandels in der Warendorfer Innenstadt (EHK Stadt Warendorf 2007: 37).“

In den Ortsteilen wird die Nahversorgung durch die vorhandenen Betriebe bestmöglich gewährleistet. Insofern präsentiert sich die Stadt Warendorf als gut ausgestattetes und funktionsfähiges Mittelzentrum, dass seiner Versorgungsfunktion gerecht wird.

In vier verschiedenen Szenarien wurden mögliche Einzelhandelsentwicklungen der Stadt Warendorf aufgezeigt. Das favorisierte Szenario der „Räumlich-funktionalen Gliederung“, welches eine sinnvolle und zukunftsfähige räumlich-funktionale Entwicklung des Einzelhandels vorsieht, dient als Grundlage für die Empfehlungen und Zielvorstellungen des Konzeptes. Übergeordnetes Handlungsziel ist die Sicherung und der Ausbau der mittelzentralen Versorgungsfunktion der Stadt Warendorf sowie der Erhalt des attraktiven Einzelhandelsangebotes.

Zur Erreichung der weiter gehenden Ziele wurden Grundsätze und Leitvorstellungen erarbeitet, die im bauleitplanerischen Einzelfall umzusetzen sind. Darüber hinaus wurden für die Einzelhandelsentwicklung Tabuflächen und Potentialflächen lokalisiert sowie eine Sortimentsliste für die Stadt Warendorf festgelegt.

Das kommunale EHK ist somit eine wichtige Entscheidungsgrundlage für zukünftige politische wie städtebauliche Entscheidungen der Einzelhandels- und Zentrenentwicklung in der Stadt Warendorf. Es bleibt jedoch in jedem Einzelfall zu prüfen, welche bauleitplanerischen Festsetzungen städtebaulich gerechtfertigt werden können und zugleich mit dem Abwägungsgebot vereinbar sind. (vgl. EHK Stadt Warendorf 2007: 97)

 

Kontakt

Achim Zimmermann
Tel.: 02581 54-1615
Fax: 02581 54-2911
E-Mail


 

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