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Altstadt

Lange Tradition von Handel und Gewerbe

Kupferstich: ca. 16. Jahrhundert
Kupferstich: ca. 16. Jahrhundert

Warendorf hat sich am Kreuzpunkt zweier Fernwege (Soest-Osnabrück und Münster-Paderborn) entwickelt. Das über mehrere Stufen ablesbare Flächenwachstum der Stadt ist mit der 1232 bezeugten Befestigung und dem Bau der zweiten Pfarrkirche im Westen, abgeschlossen. Der Handel, insbesondere der Leinenhandel, die Leinenweberei sowie zahlreiche Märkte prägten Warendorfs Aufstieg zur bedeutendsten Stadt des östlichen Münsterlandes.

Warendorfer Stadtviertel
Warendorfer Stadtviertel

Der Stadtkern lehnt sich mit seiner Nordflanke an die Ems an. Das Oval des historischen Stadtumrisses folgt der niedergelegten Stadtbefestigung und wird durch den Lindenkranz der Promenade nachgezeichnet. Das Wegekreuz der mittelalterlichen Fernwege hat dem historischen Stadtrundriss sein Gerüst gegeben und zugleich die Lage der Stadttore bestimmt: Münstertor, Osttor, Freckenhorster Tor und Emstor.Die Hauptstraßen und Plätze vermitteln mit ihrem reichen, kriegsverschonten Bestand überwiegend giebelständiger Bürgerhäuser ein eindrucksvolles Bild der spätmittelalterlichen Stadt. Dabei halten die vielfach zu beobachtenden hohen Erdgeschosse und Speicherstöcke in den Hausfassaden die Erinnerung an die lange Tradition von Handel und Gewerbe wach. Seit der letzten großen Brandkatastrophe im 18. Jahrhundert ist in den Straßenbildern das Fachwerk weitgehend durch massive Fassaden in Putz und Werkstein abgelöst.

Sanierung der Altstadt

Warendorfer Wachstumsphasen
Warendorfer Wachstumsphasen

Wie bereits in anderen Städten teilweise geschehen, war es Ende der 1960er Jahre auch in Warendorf das Ziel, die Altstadt autogerecht umzugestalten und Neubauten zu erstellen. Straßenverbreiterungen waren in der gesamten Altstadt vorgesehen. Konsequenz daraus wäre die weitgehende Aufgabe des historisch gewachsenen Stadtgrundrisses gewesen.

Anfang 1974 wurde die Gesellschaft für Stadtsanierung als Sanierungsträger mit der Durchführung der vorbereitenden Untersuchung im westlichen Teil (Untersuchungsgebiet I) sowie später im südwestlichen Teil (Untersuchungsgebiet II)  der Altstadt beauftragt. Am Ende der Planungsphase entstanden Entwürfe, die den Abriss historischer Bausubstanz vorsahen und den Zeitgeist der frühen 1970er Jahre vor der Einführung des Nordrhein-Westfälischen Denkmalschutzgesetzes von 1980 widerspiegelten.
Große Teile der Bevölkerung, insbesondere der Heimatverein wandten sich massiv gegen die Planungen sodass man 1978 beschloss einen Sanierungsbeirat ins Leben zu rufen. Ein neues Verkehrskonzept sollte erarbeitet werden.
Dieses Verkehrskonzept wurde 1980 vom Rat der Stadt Warendorf beschlossen und schrittweise mit dem Ausbau der einzelnen Straßen realisiert.1982 kam es vor dem Hintergrund der allgemeinen Verknappung der öffentlichen Gelder zur Streichung von Fördermitteln. So kam es nicht mehr zur Ausweisung des Untersuchungsgebietes III für den östlichen Teil der Altstadt. Seitens des Landes NRW konnten jedoch vorübergehend für kleinere Maßnahmen Gelder freigestellt werden bis für das im Anschluss bereitgestellte Wohnumfeldprogramm Zuwendungen für die noch nicht erneuerten Bereiche der Altstadt Gelder abgerufen werden konnten.

Arbeitsgemeinschaft "Historische Stadtkerne" und Gestaltungssatzung

Luftbild der Warendorfer Altstadt

Die behutsame Erneuerung des historischen Stadtkernes hat dazu geführt, dass das Land Nordrhein-Westfalen Warendorf zusammen mit 37 anderen Städten in die Arbeitsgemeinschaft „Historische Stadtkerne“ aufgenommen hat.
Auch die Renovierung und Gestaltung der Gebäude ist ein wichtiger Bestandteil im Rahmen der Altstadterneuerung. Bausünden und Fehlplanungen (z.B. großflächige Schaufensteranlagen, Fenster ohne Teilungen, Fassaden beherrschende Werbeanlagen) nahmen in den 1970er Jahren wenig Rücksicht auf historisch typische Merkmale der alten Bausubstanz. Aufgrund dieser Entwicklung wurde die Gestaltungsatzung zum Schutz des Stadtbildes in der historischen Altstadt von Warendorf verfasst und vom Rat beschlossen.

Denkmale und Stadtbild

Baudenkmale in der Warendorfer Altstadt (PDF)
Denkmalübersicht Altstadt Warendorf

Heute gehört die Warendorfer Altstadt zu den bedeutendsten historischen Stadtensembles im Münsterland. Von den etwa 600 Gebäuden auf dem historischen Stadtgrundriss sind mehr als 250 als Denkmale eingetragen. Durch Maßnahmen der Stadterneuerung konnte das Stadtbild der vom letzten Weltkrieg verschonten Altstadt vorbildlich erhalten werden.

Mit der großen Bedeutung des historischen Erbes Warendorf sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes (Altstadtkoordination) sowie auch das Büro des Quartiersmanagements am Krickmarkt befasst.
Die Umsetzung des vom Rat beschlossenen Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) der Stadt Warendorf ist einer der Themenschwerpunkte in der täglichen Arbeit.

Hier besuchen Sie die Seiten des Quartiersmanagements der Stadt Warendorf.

 

 

Impressionen aus der Altstadt

 

 

Kontakt

Doris Krause
Sachgebietsleitung
Tel.: 02581 54-1610
Fax: 02581 54-2909
E-Mail


 

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